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Grossbank wegen Goldpreismanipulation verurteilt / Sex zu Hause zerstört die Wirtschaft

Nun ist es also soweit: Die erste der vier Grossbanken, welche täglich den Goldpreis in London ‘fixieren’, wurde nun verurteilt, den Goldpreis manipuliert zu haben. Der Fakt war offensichtlich und nun setzt die Offenbarung ein, indem Gerichte ihn zur Wahrheit anerkennen. Als erstes traf es Barclays. Die britische Grossbank hat über ein Jahrzehnt lang die Goldpreise manipuliert. Bereits diesen Frühling hat sich die Deutsche Bank aus dem Londoner Goldkartell verabschiedet, de-facto, nachdem die deutsche Finanzregulierungsbehörde ankündigte, man wolle die Bank wegen Manipulationsbeschuldigungen untersuchen. Völlige Unkenntnis des Sachverhaltes zeigt wieder einmal der Tagi. Er spricht von ‘Schummeln’, ‘Versäumnissen’, einem einzelnen Fall und behauptet 26 Mio. £ sei eine Bestraftung für Barclay. Weder die Grössenordnung noch die Bedeutung dieser Manipulation wird begriffen und schlussendlich verharmlost.

Einmal völlig abgesehen davon, dass eine Fixierung des Preises durch ein Kartell sowieso nie wirklich einer Marktdefinition genügte, sondern schon immer im Wortsinn ‘manipuliert’ war, wird die Grösse des Kaninchenbaus immer mehr offenbart.In diesem Entwicklungsstadium des Staatskapitalismus sind praktisch alle ‘Schlüssel-Variablen’ des Finanz- und Wirtschaftssystems in irgendeinerweise (per Staatstatistik, Grossbanken, Zentralbanken) ‘manipuliert’ resp. mehr oder minder zentral administriert. Das gilt für alle wichtigen Zinsen, alle wichtigen Rohstoffe & alle wichtigen Messgrössen wie Konsumgüterpreise (Inflation) und darum auch BIP, Arbeitslosigkeit, etc.

Dazu eine Schlussbemerkung: Italien rechnet ab heute (nach anderen Ländern wie Holland) nun auch Prostitution, illegaler Drogenhandel und Schmuggel zum BIP hinzu wie Bloomberg via ZH berichtet. Dabei wird erst gar nicht mehr (wie bei den USA, Griechenland, Spanien, Grossbritannien, etc.) der Anschein gemacht, es ginge darum, methodische Fehler in der Berechnung auszubessern. Vielmehr gibt man bereits zu, dass man es darum macht, um die Staatsfinanzen besser erscheinen zu lassen. So könne der Staat mehr ausgeben.

Dementsprechend sei gewarnt: Konsequenterweise wird unentgeldlicher Sex wohl bald als Steuerhinterziehung gelten – und schlecht für die Wirschaft ist er auch 😉 .

– JAS

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Eric Sprott: China’s (faked) growth?

Eric Sprott about the ever more deviant growth/import data of China. Says Gold is the key variable. Even without being a gold bug as Sprott, the whole fake growth data discussion is worth to dig into… click to read.

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